Quelle: Landfrauenverein Partenheim - Ulla Grall

Rückblick Wingertsheisje-Rundgang

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Vom Wiesenweg zum Himmelberg: „Jeder Weg beginnt mit dem ersten Schritt“. Die längste Etappe des sieben Kilometer langen Partenheimer „Wingertheisjer-Rundgangs“ zieht sich durchs weite Tal, zwischen Gärten und Äckern. Ja, „es zieht sich“; wer zum Gottesdienst um 11 Uhr am Himmelberg-Heisje sein will, muss zeitig aufbrechen. Gelbe Flatterbänder an langen Stangen markieren den Weg. Nicht nur hier, sondern auch auf der übrigen Strecke, die oberhalb des Tals durch die Weinberge führt und zum Teil den biblischen Weinpfad umfasst.

Kluge und witzige Sprüche begleiten den Wanderer. Ausgewählt hat sie Hannelore Wingert, Mundart-Autorin und aktive Partenheimer Landfrau. „Faulheit ist der Hang zur Ruhe ohne vorhergehende Arbeit.“ Da kommt vom Dorf her der Trecker mit Planwagenanhänger, gefahren von Hannelores Gatten Gottfried. Sind es Faule oder Fußlahme, die sich so transportieren lassen? Gesang erklingt vom Himmelberg. Pfarrerin Anita Nowak-Neubert betet mit der Freiluft-Gemeinde den Psalm 91: „Wer unter dem Schirm des Höchsten sitzt…“. Der Schirm, Symbol für Gottes Schutz, ist Thema der Predigt, als Gedächtnisstütze gibt es kleine Papierschirmchen. Die Bläser der „Rheinhessen-Brass“ begleiten den Gottesdienst und sorgen auch anschließend für die musikalische Untermalung. Am Stand bildet sich eine lange Schlange. Mittagessen! Bratwurst oder Pellkartoffeln mit Quark? Hiltrud Runkel, als Prädikantin schon beim Gottesdienst aktiv, wird an der Kasse gebraucht. Später muss sie zu den Sängern, dann zu den Landfrauen. Als „Mädchen für Alles“ ist sie halt auch überall aktiv.

Der Gesangverein 1883 Partenheim hat seine Zelte in der Nähe von „Horichs-Heisje“ aufgeschlagen und serviert nicht nur kühle Getränke, sondern auch pikante Speisen. Der „Munkelteller“ bietet von allem was: Handkäs, Wurstsalat und eingelegten Schwartenmagen. Auf Porzellantellern übrigens, der Umwelt zuliebe. Kein Plastikgeschirr, das macht zwar mehr Arbeit, ist aber konsequent ökologisch. So sieht das auch Burkhard Runkel, der den Sängern diesen Platz zur Verfügung stellt und mit der „Erlebnisschule Wald und Wild“ Umweltbildung zum Anfassen präsentiert. „In ein paar Jahren werden auch die Bäume, von jedem Schuljahrgang einer gepflanzt, groß sein und Schatten spenden.“ Bei „Hoch auf dem gelben Wagen“, dargeboten vom gemischten Chor, sind die Zuhörer zum Mitsingen aufgefordert. „Ich wär so gerne noch geblieben, aber der Wagen, der rollt.“

Bei den Landfrauen am „Bergs-Heisje“ warten köstliche Kuchen und als Attraktion „Bischofs-Törtchen“ mit violettem Zuckerguss, dekoriert mit Bischofsstab und Mitra. „Unser künftiger Bischof, Dr. Peter Kohlgraf, hat fünf Jahre in Partenheim gelebt“, erzählt Leni Deutsch. „Vielleicht kommt er später mal vorbei.“ Der Erlös der Törtchen ist für die Flüchtlingshilfe bestimmt.

Zwei Radfahrer haben sich anlocken lassen: „Wir haben von Weitem gesehen, da drüben ist was los“, sagen Bettina Kumm aus Wörrstadt und Wolfgang Ofenloch aus Gau Algesheim.

Bei „Schlechts-Heisje“ hat sich das Kulturforum etabliert, serviert Fleischwurst und Luftgetrocknete und wirbt fürs diesjährige „Kerbemahl“ am 1. September mit der Aufführung des Schwanks „Normal wäre schön“. Angenehm relaxed geht es zu, verlockend wär´s, sich jetzt hier festzusetzen und - mal ehrlich - was spricht dagegen?!

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