Quelle: VRM - Ros­wit­ha Wün­sche-Hei­den

Im­mer den gel­ben Flat­ter­bän­dern hin­ter­her

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Bildquelle: Hiltrud Runkel

WIN­GERTS­HEIS­JE-RUND­GANG Der neue Wan­der­weg in Par­ten­heim ist sie­ben Ki­lo­me­ter lang

Von Ros­wit­ha Wün­sche-Hei­den

PAR­TEN­HEIM . „Je­der Weg be­ginnt mit ei­nem er­sten Schritt“ steht auf ei­nem der la­mi­nier­ten Spruch­blät­ter, mit de­nen das Te­am­mit­glied des or­ga­ni­sie­ren­den Land­frau­en­vor­stands Han­ne­lo­re Win­gert den Wan­der­weg aus­ge­stat­tet hat.

Doch den muss man erst ein­mal fin­den, denn das Na­vi kennt kei­nen „Wie­sen­weg“, wo man den Rund­weg star­ten soll. Die Leu­te, die am Fried­hof auf ei­ne Mit­fahr­ge­le­gen­heit zum Got­tes­dienst war­ten, sind nicht von hier. Hat­te man sich je­doch er­folg­reich zum Start durch­ge­fragt, lots­ten ei­nen die Mas­ten mit den gel­ben Flat­ter­bän­dern pro­blem­los über die Sie­ben-Ki­lo­me­ter-Stre­cke des jüngs­ten Par­ten­hei­mer Win­gerts­rund­gangs.

Vie­le Fa­mi­li­en mit klei­nen Kin­dern un­ter­wegs

„Ver­su­chun­gen soll­te man nach­ge­ben. Wer weiß, ob sie wie­der­kom­men“, steht auf ei­nem der näch­sten Blät­ter. Die Ver­su­chung kommt in Ge­stalt ei­nes Trak­tors mit Plan­wa­gen. „Wol­len Sie mit­fah­ren?“ Nein. Will ich nicht. Jetzt noch nicht. Es ist 10.30 Uhr. Die Tem­pe­ra­tu­ren lie­gen noch deut­lich un­ter 30 Grad. Gär­ten. Bäch­lein. Bäu­me. Die Ho­lun­der­bee­ren wer­den lang­sam schwarz. Die Gär­ten blei­ben zu­rück, die Bäu­me ver­schwin­den, wäh­rend der Wie­sen­weg zum schnur­ge­ra­den Stopp­ela­cker­weg wird. Al­ler­dings mit an­ge­neh­mem Lüft­chen.

Un­ver­ständ­li­che Sprach­fet­zen wer­den hör­bar, gleich da­rauf Blas­mu­sik. Es kann nicht mehr weit sein. Die „Rhoi­hes­se­brass“ be­glei­tet den Ge­sang von mehr als 60 Gläu­bi­gen. Als Will­kom­mens­gruß gibt es ein Glas Was­ser. Pfar­rer Ha­rald Es­ders und Syl­via Win­ter­berg wech­seln sich ab bei der Pre­digt über das Al­pha­bet, das der Fo­to­graf Kjell B. Sand­ved auf den Flü­geln der Schmet­ter­lin­ge ent­deckt hat und spre­chen über die hier in der Na­tur für je­den wahr­nehm­ba­re Fül­le des Le­bens. Im An­schluss gibt es Ge­trän­ke und ge­bra­te­ne Würst­chen bei den Kir­chen­leu­ten.

Wei­ter geht es dem bi­bli­schen Wein­pfad fol­gend. Vor dem Kaf­fee und ei­ner gro­ßen Aus­wahl le­cke­rer Ku­chen der Land­frau­en ha­ben die Stre­cken­pla­ner ei­nen klei­nen Auf­stieg zum Bergs Heis­je vor­ge­se­hen. Je­der Be­su­cher schwört, dass der von ihm so­eben ge­kos­te­te Ku­chen der Be­ste ist. Um je­de Theo­rie zu über­prü­fen, fehlt die Zeit, denn am Hoh­richs Heis­je soll um 14 Uhr das Sin­gen des Ge­sang­ver­eins 1883 e.V. statt­fin­den, der auch den Stand auch be­wir­tet. Doch der Di­ri­gent hat sich krank ge­mel­det.

El­len Feld­mann hat das Pro­blem schnell im Griff, holt Lied­tex­te aus dem Au­to und sorgt für ein Tisch­sin­gen. „Das Wan­dern ist des Mül­lers Lust“ und „Hoch auf dem gel­ben Wa­gen“ singt al­les, was Stim­me hat. Vie­le Fa­mi­li­en mit klei­nen Kin­dern sind zwi­schen den vier Sta­tio­nen un­ter­wegs. Fran­cis dürf­te mit acht Wo­chen ei­ne der Jüngs­ten sein. Für die Äl­te­ren hat die Er­leb­nis­schu­le Wald und Feld des Lan­des­jagd­ver­ban­des Tier­prä­pa­ra­te „wie in echt“ im Ge­büsch ver­steckt. Und dann gibt es noch ei­ne Ab­küh­lung in der Win­gerts­büt­te oder ei­ne Du­sche mit der Gieß­kan­ne vor dem zu­neh­mend schat­ten­lo­sen Teils­tück zum Schlechts Heis­je.

Kaum Schat­ten im letz­ten Ab­schnitt

Un­ter Pa­vil­lons hat das Kul­tur­fo­rum Par­ten­heim auch dort für gut ge­kühl­te Ge­trän­ke und def­ti­ge Klei­nig­kei­ten ge­sorgt, ehe man die län­ge­re Durst­stre­cke bis zum Fried­hof zu­rück­legt. Kei­ne Schat­ten­bäu­me, nur Win­gerts­zei­len. Wenn die in der rich­ti­gen Rich­tung wach­sen, um mit­tags Schat­ten in die Zwi­schen­räu­me zu wer­fen, kann man sich hier noch ein­mal ei­nen Mo­ment aus­ru­hen und se­hen, dass man­che Trau­ben­sor­ten schon gelb, dick und saf­tig, an­de­re noch grün, klein und hart sind.

Trotz der Hit­ze ei­ne wun­der­ba­re Wan­de­rung, wenn man ei­ner wei­te­ren Ge­dicht­zei­le ge­folgt war: „Nimm dir Zeit – ge­nieß den Au­gen­blick!“

   

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